Kampfstile

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Im Laufe der Geschichte der Galaxis entstanden sowohl Waffenlose, wie auch Kampfstile mit Waffen. Die Beherrschung dieser Stile machte aus den Anwendern sehr gute Kämpfer, die sich nicht unterkriegen ließen. Ob mit den Fäußten, Vibroschwert oder Lichtschwert, diese Stile waren nicht selten tödlich.


Schwerttechniken

Jeder Lichtschwert-Kampfstil repräsentiert eine eigene Herangehensweise und spiegelt nicht selten den Charakter des Nutzers wieder


Form 1: Shii-Cho

Shii-Cho, auch als Der Weg des Sarlacc oder Form des Entschlossenen bekannt, ist die erste Form des Lichtschwertkampfes der Jedi. Das Shii-Cho sich durch seine schnellen und wilden Bewegungen aus, die den Gegner schnell ermüden soll, um es dem Anwender in der Folge zu ermöglicht den Kampf in seinem Sinne zu beenden.

Seine Einfachheit ist hierbei seine Stärke, denn die Bewegungen erfordern im Vergleich zu einigen der anderen sechs Techniken wesentlich weniger Kraft bzw. Macht. Die Schrittabfolgen, Angriffe, Verteidigungen und auch die Art und Weise in der das Lichtschwert grundsätzlich betrachtet und geführt wird, sind noch sehr ursprünglich und beruhen auf den klassischen Formen, bzw. den Grundtechniken von Angriff und Verteidigung des Schwertkampfes ohne Lichtschwert.

Im Lauf der Jahrhunderte war diese Form Standard, konnte sich später jedoch nicht gegenüber neueren Formen behaupten. Unter anderem krankt sie daran, dass eine wesentliche Komponente des klassischen Schwertkampfes, nämlich das Gewicht der Waffe und die damit einhergehenden Einschränkungen, aber auch Möglichkeiten, im Falle eines Lichtschwertes nicht zum tragen kommt. Im Gegenzug ist das Führen eines Lichtschwertes physisch gesehen weniger anspruchsvoll, ermöglicht unter anderem schnellere, abwechslungsreichere Bewegungsabläufe – Die aber, da das Shii-Cho auf dem klassischen Schwertkampf basiert, nur bedingt ausgeschöpft werden.

So war eine Weiterentwicklung der Möglichkeiten logische Konsequenz. Die Jedi-Meister der alten Zeit entwickelten schnell neue Techniken und Wege, welche die Eigenarten und Stärken des Lichtschwertes besser zu Geltung brachten. Dennoch blieb das Shii-Cho selbst zu Zeiten der Klonkriege der Standardstil bei der Ausbildung der Jünglinge. Im Laufe der Zeit hatte es sich als am einfachsten erlernbarer Lichtschwertstil erwiesen. Zudem war seine Anwendbarkeit in den klassischen Situationen, welche einem Jüngling oder jungem Padawan zugemutet werden konnten, mehr als ausreichend.


Form 2: Makashi

Makashi, auch bekannt als Weg des Ysalamir oder Form II, ist der zweite der sieben bei Jedi gebräuchlichen Lichtschwert-Stile. Er gilt als sehr elegant und edel. Durch subtile und präzise Bewegungen, geleitet durch die Macht, wird minimaler Aufwand zu maximalem Nutzen geführt. Typisch ist, dass Bewegungen des Lichtschwerts ineinander übergehen und deshalb sehr flüssig und schnell erscheinen. Wichtig für diesen Stil ist eine große Handgeschicklichkeit. Makashi erweist sich im reinen Lichtschwertduellen als sehr vorteilhaft. Deshalb hatte dieser Stil sogar eine Blütezeit. Während dieser entwickelten Jedi eine besondere, gebogene Form des Lichtschwerts. Diese erlaubt zusätzlich präzise Paraden und eine effektivere Klingenkontrolle. Graf Dooku lehnte sein Lichtschwert an diesen Typ an und wählte damit ein Design, das, entgegen der Tradition, dem seines Meisters, Yoda, nicht glich. Während Blasterwaffen immer beliebter wurden, geriet Makashi in den Hintergrund, denn, trotz seiner defensiven Vorteile, erwiesen sich Formen wie Soresu und Shien/Djem So als effektiver zur Blasterdeflektion.

Ein bekanntes Manöver ist der Makashigruß, bei dem das Lichtschwert zu Beginn des Kampfes ein X in die Luft zeichnet. Graf Dooku führte dies im Duell gegen Yoda während der Schlacht von Geonosis im Jahr 22 VSY aus.


Form 3: Soresu

Soresu, der dritte Lichtschwert-Stil, auch Form III genannt, enstand wegen des Fortschritts in der Blastertechnik und da die Jedi daher einen Weg brauchten, Schüsse aus Blastern sicher und effektiv abwehren zu können. So entwickelte sich die Form III. Im weiteren Lauf der Geschichte wurde Soresu immer mehr weiterentwickelt, bis sie schließlich zu einem starken Ausdruck der Jedi-Philosophie wurde.

Form III maximiert Verteidigung und Schutz, da die Bewegungen so knapp und dennoch so effizient wie möglich gehalten werden, damit eine möglichst geringe Angriffsfläche geboten wird. Nach dem Tod seines Meisters Qui-Gon Jinn (dieser bevorzugte Form IV) widmete sich Obi-Wan Kenobi dem Soresu, da er erkannte, dass Jinns Defensive gegen die Sith-Künste von Darth Maul nicht ausreichend war.

Wahre Form-III-Meister gelten als unbesiegbar, allerdings sagen Kritiker, dass Benutzer der Form III auch keinen Kampf gegen einen ebenbürtigen Gegner gewinnen können, da sie viel zu passiv sei. Tatsächlich ist es so, dass Meister des Soresu im Kampf gegen einen gleichstarken Gegner so lange warten, bis sich eine Möglichkeit zu kontern bietet. Aufgrund der Kritik an Soresu wurde dann schließlich auch die Form V entwickelt, die auf der Grundlage von Soresu beruht, allerdings insgesamt deutlich offensiver ist und sich auch für den Angriff eignet.

Als Obi-Wan im Jahr 19 VSY gegen General Grievous kämpfte, setzte der Jedi ebenfalls Soresu ein. Zwar ist Soresu eine defensive Kampfstil-Art, doch wurde es schwer für Kenobi gegen vier Lichtschwerter zu kämpfen. Schließlich erledigte er Grievous mit einem Blaster.


Form 4: Ataru

Ataru ist die vierte und eine sehr aggressive Form des Lichtschwertkampfes. Der Kämpfende setzt hierbei ganz auf die Macht, die seinen Körper durchfließt und seine Leistungsfähigkeit weit über die natürlichen Grenzen hinaus erhöht. So ist es dem Meister dieser Form möglich, im Kampf mit vollem Körpereinsatz zu kämpfen, nicht umsonst gilt Ataru als die akrobatischste aller Formen. Jedi und Waffe verschmelzen regelrecht zu einer Einheit und da das Tempo, mit dem der Kampf betrieben wird, sehr hoch ist, verschwimmt man sozusagen mit der Umwelt.

Zu den typischen Körperbewegungen gehören Saltos, spektakuläre Sprünge und Wirbel, die Bewegungen mit dem Lichtschwert sind weit ausholend und meist kreisend. Angereichert mit einem hohen Maß an Präzision, Schnelligkeit und Stärke sind die Angriffe überaus effizient. Die größte Schwäche besteht jedoch gerade hierin, denn die ausladenden Bewegungen eignen sich kaum zur Verteidigung. Diese Defensive lässt sich häufig mit einem schnellen, präzisen Stil wie Makashi umgehen.

Die berühmtesten Jedi, die diese Form einsetzten, waren Yoda, der damit seine geringe Körpergröße kompensierte, und Qui-Gon Jinn. Obi-Wan Kenobi lernte diese Technik zuerst ebenfalls, doch nachdem er merkte, dass diese Form des Kampfes nicht genügend Defensive bot, spezialisierte er sich auf Soresu.


Form 5: Shien/Djem So

Die fünfte Form des Lichtschwertkampfes ist das Shien/Djem So. Es ist eine sehr mächtige Form. Wahre Meister dieses Stils sind fast wie beim Soresu nicht zu schlagen, denn es ist eine Form, mit der man sich aufgrund der Soresu-Grundlage sehr gut gegen Laserbeschuss verteidigen kann (Shien-Ausprägung). Gleichzeitig ist es auch eine gewaltige Form zum Duellieren (Djem So-Ausprägung), da vor allem dieser Verwendungszweck viele Elemente aus dem Makashi enthält. Beide Ausprägungen werden aufgrund ihrer Ähnlichkeiten unter Technik V zusammengefasst, auch wenn sich die Verwendungszwecke deutlich unterscheiden.

Dieser Stil erfordert neben hoher Geschicklichkeit viel Kraft und Macht, die Bewegungen mit dem Schwert wie auch mit dem ganzen Körper sind leichtfüßig, gleichzeitig jedoch sehr wild und aggressiv, was den Stil wesentlich aggressiver und direkter macht als die zugrunde liegenden Formen des Lichtschwertkampfes. Hinzu kommt ein hoher Einsatz seines eigenen Körpers wie beispielsweise Tritte und ein breites Arsenal an Techniken und Verwendungszwecken, die nicht nur dem Duellieren oder der Abwehr von Lasern dienen.

Entstehung: Entwickelt wurde der Stil von Jedi, die Soresu als zu passiv empfanden. Zuerst existierte eine Grundform des Shien, die auch schon die Verbannte 3951 VSY beherrschte und die neben dem Soresu auch auf wilde und aggressive Elemente aus dem Shii-Cho setzte, das sich ebenfalls recht gut für die Blasterabwehr eignet. Später gingen daraus das heutige Shien und das Djem So hervor, als man versuchte, die Stärken des Shien den jeweils verschiedenen Situationen anzupassen. Nun fanden vor allem Elemente aus dem Makashi verwendung, insbesondere bei der Entwicklung des modernen Duellier- und Nahkampfstils Djem So. Mit einer Kombination war für einen Ausgleich der Schwächen gesorgt. Zum einen sorgte die Verbindung von Soresu- und Shii-Cho-Elementen für eine hervorragende Defensive gegen Blaster, die durch ihre Aggressivität und durch die Angriffsstärke einiger Makashi-Elemente für eine Perfektionierung der Schussreflexion sorgte. Das Grundmuster des neuen Shien lässt damit treffend als "offensive Defensive" bezeichnen. Zum anderen sorgte das Makashi durch seine Perfektion im Einzelkampf und im Lichtschwertduell für eine ideale Präzision und Offensive, gleichzeitig glichen die Elemente des ursprünglichen Shien die Schwäche im Kampf gegen mehrere Gegner aus. So entwickelte sich das Djem So zu einer idealen und zeitgemäßen Form des direkten Kampfes, die sich in fast jeder Kampfsituation als überlegen erweist. Kombiniert und mit einem hohen Maß an Körpereinsatz, Techniken, Wildheit, Stärke und Macht-Aufwand sind beide Ausprägungen dieses Stils zwar nur schwer zu erlernen, dafür aber in fast jedem Anwendungszweck sehr effizient. Der Fokus ist sehr breit.


Form 6: Niman

Niman ist die sechste Form des Lichtschwertkampfes der Jedi. Da sie sehr gemäßigt ist, eignet sie sich weniger für einen aggressiven Kämpfer als für einen Diplomaten.

Dieser Stil war zur Zeit, als Palpatine Kanzler war, Standard in der Ausbildung der Jünglinge im Jedi-Tempel. Einerseits entspricht die gemäßigte Art dem Streben der Jedi nach Harmonie, andererseits erleichtert es Niman, später andere Stile zu erlernen, da die Hauptelemente von Shii-Cho, Soresu, Shien/Djem So und Ataru stammen. Der Benutzer dieser Technik erhält also das Grundwissen der anderen Techniken, was ihn zur idealen Besetzung bei diplomatischen Missionen macht und sich der Jedi auch gut für kleine Scharmützel eignet. Dennoch wird diesem Stil vorgeworfen, weniger anspruchsvoll zu sein als seine Basisstile, außerdem fehlt es Niman an Effizienz in Krisensituationen unter extremem Beschuss oder im Kampf gegen andere Gegner mit Lichtschwert. Dieser Vorwurf ist berechtigt, wie die Schlacht von Geonosis zeigt: Fast alle Niman-Meister kamen dort um. Dennoch kann man durch intensives Training Niman auf eine äußerst hohe Ebene bringen, sodass es sich besser für den Kampf eignet, allerdings ist dazu auch der Wille nach mehr Macht notwendig - und die Diplomaten, die ihn meist verwenden, bevorzugen die gemäßigte Variante.

Eine Unterform von Niman ist Jar'Kai, diese ermöglicht dem Benutzer den Kampf mit zwei Lichtschwertern.


Form 7: Vaapad

Vaapad, die siebte Form des Lichtschwertkampfs, ist nach einem gefährlichem Raubtier auf den Monden von Sarapin benannt. Es ist ein Geisteszustand, der sich gemessen an Aggressivität und Kraft zu anderen konventionellen Techniken besonders für die dunkle Seite der Macht eignet. Um Vaapad zu nutzen, muss ein Jedi sich erlauben, den Kampf zu genießen und die Furcht des Gegners als Waffe einsetzen. Ein Meister dieses Stils ist nahezu unbesiegbar.

Mace Windu hatte das Vaapad geschaffen und an den Lichtschwert-Ausbilder Sora Bulq weitergegeben, der es darin ebenfalls zu hoher Meisterschaft brachte, bevor er der dunklen Seite verfiel und von Quinlan Vos auf Saleucami getötet wurde. Die einzige weitere Meisterin in der siebten Form zu Zeiten der Klonkriege war Depa Billaba, deren Meister Mace Windu war. Technik:

Einzelne Elemente aus Vaapad ähneln nicht nur Elementen aus weiteren Stilen, der Stil selbst ist auch mit großem Machtaufwand verbunden, daher muss ein Jedi erst einmal einige Formen auf einem hohen Niveau beherrschen, bevor er sich Vaapad widmet. Auch wenn viele Elemente solchen aus Shii-Cho, Ataru oder Shien/Djem So ähneln, ist dieser Stil ganz anders als die anderen. Es wird mit vollem Körpereinsatz und mit hohem Kraft- und Machtaufwand gekämpft, der den Kämpfenden in eine Art Trance versetzt. Auch wenn der Kämpfer äußerlich ruhig wirkt, ist er hoch angespannt und konzentriert, sein innerer Druck ist unermesslich. Die Bewegungen sind direkt, kräftig, schnell und unzusammenhängend, ihre Offenheit soll den Gegner nur zum Angriff reizen, um ihn in eine Falle zu locken (Beispiel: Mace Windu kämpfte gegen Darth Sidious und zeigte ihm dabei seine offene Front.), denn die Elemente dieses Stils gewährleisten gleichermaßen eine gute Defensive wie eine mächtige Offensive. Der Kämpfer scheint in einem Vaapad-Kampf mit der Umwelt zu verschmelzen, so schnell und unberechenbar ist dieser Stil. Das alles macht Vaapad perfekt für den Angriff, er eignet sich u.a. gut zum Duellieren. Obwohl Wirbel und ähnliches hier nicht vorkommen, wird der ganze Körper in hohem Maße beansprucht, z.B. werden auch Tritte, Sprünge, ruckartige Ausweichmanöver und ähnliche Bewegungen von den Anwendern dieses Stils genutzt. Am gefährlichsten ist jedoch, dass der Kämpfer sich so verhält, dass sein Gegner die Attacken nicht kommen sehen kann.

Ein wichtiges Element des Stils ist die Macht der Fokussierung und der Reflexion, die den Kampf auf eine höhere Ebene verlagert. Vaapad fokussiert die Macht des Gegners und dessen Angst, wirft sie auf diesen zurück und schüchtert ihn so ein. So gewinnt der Kämpfer an Macht. Diese fokussiert er, was höchste Konzentration verlangt, und begibt sich dadurch in eine Art Kampfrausch, stetig gestärkt durch eigene und gegnerische fokussierte Macht und Kraft. So ist es nicht verwunderlich, dass der Vaapad-Kämpfer im Kampf auf einem schmalen Grad zwischen der dunklen und der hellen Seite der Macht wandelt. So fielen Sora Bulq und Depa Billaba der Dunklen Seite anheim. Ferner erlaubt diese Kraft des Stils dem Kämpfenden auch, Machtangriffe nicht nur abzuwehren, sondern auch zu reflektieren.

Es existiert ein ähnlicher Stil namens Juyo, dies war außerdem die seltene und noch nicht wirklich eigenständige Vorform, nach der Mace Windu sein Vaapad richtete. Darth Maul war darin ein Meister.

Jedi, wie Plo Koon, lehnten diese Technik ab, da sie zu nahe an der Dunklen Seite ist. Diese benutzen stattdessen lieber Ataru oder Shien/Djem So.


Jikar (RPG)

Der Jikar ist ein Stil, der von Ace Jin entwickelt wurde. Er ist noch nicht perfekt und wird daher nur von Jin und dem Schwertmeister der Sith benutzt. Der Jikar basiert in großen Zügen auf dem Soresu. Dieser Stil wirkt sehr unfair, da er gezielt zum Töten des Gegners verwendet wird.

Der Anwender verwendet viele Grundzüge des Soresu, um seinen Gegner im Unwissenden zu lassen, was der Anwender wirklich vorhat. Man befindet sich lange Zeit in der Defensive und lässt den Gegner agieren und im optimalen Fall sich auspowern lassen. In einen Geschickt gewählten Zeitpunkt überrascht der Anwender den Gegner (z.B. mit dem Ziehen eines zweiten Lichtschwertes) und wechselt in einen brutal offensiven Stil. Dieser Wechsel, kombiniert mit einer Ablenkung ist meistens schon ausreichend, um einen tödlichen Treffer zu landen.

Es ist von großer Wichtigkeit, dass der Anwender des Jikar ein Meister des Soresu ist und sich darüber bewusst ist, dass der Kampfstil nicht komplett ausgereift und daher schwächen besitzt. Sollte man nicht hundertprozentig sicher sein, dass man mit dem finalen Angriff seinen Gegner schwächen oder töten kann, sollte man eher weiterhin den Soresu verwenden.